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Business Lexikon | Todd Allington | Fake it till you make it
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Todd Allington Business Lexikon Fakeit till you make it
Lexikon

BUSINESS LEXIKON

Hier finden Sie einen Auszug aus dem Allington Business Register. Das komplette Register finden Sie in meinem Buch „Fake it till you make it“.
A

A2E

A2E ist die geheime Abkürzung für „Aktion zweites Einkommen“ und wird in der Branche als Sammelbegriff für innovative Nebenverdienstmodelle verwendet.

After-Work

Die Zeit eines Arbeitnehmers zwischen Büroschluss und Ankunft in seiner Wohnung. Oft wird dieser Zeitraum durch sogenannte „After-Work-Events“ verlängert, bei denen mit Kolleginnen und Kollegen über dieselben Dinge gesprochen wird, über die schon während der Arbeitszeit ausführlich gesprochen wurde.

Auflege-Joker

Branchenbegriff für das bewusste Trennen der Telefonverbindung unter Verantwortlichmachung externer Störquellen. Ultimo Ratio-Einsatz bei nachteiliger Gesprächsentwicklung.

Arbeitsvertrag

Rollenbeschreibung für den Bühneneinsatz der Industrieschauspielerin.

B

Bio-Breake

Internationaler Begriff für Pinkelpause, wird umgangssprachlich auch für umfangreichere Geschäfte genutzt.

Beratersprech

Die Fachsprache der Unternehmensberaterzunft.

Brand

Marke oder Markenzeichen einer wirtschaftlichen Unternehmung, die meist religionsartige Gefolgschaft ihrer Anhänger und Lohnempfänger einfordert.

Brainstorming

Von unkreativen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern initiierte Massen-Zusammenkunft, bei der nach festgelegten Spielregeln Worte und Sätze der Teilnehmenden in den Raum gerufen und in Protokollen festgehalten werden.

Bullshit-Bingo

Ein Gesellschaftsspiel, das während Meetings, Präsentationen und Vorträgen gespielt wird. Hierbei erhält jede Mitspielerin und jeder Mitspieler ein Blatt mit Branchen-Buzzwords und kreuzt die von den Vortragenden verwendeten Worttreffer an. Sobald eine Reihe komplettiert ist, ruft die Spielerin oder der Spieler Bingo. Zustand gesteigerter emotionaler Erschöpfung mit daraus resultierender minimaler Leistungsfähigkeit. Das Erreichen des Burn-out-Zustandes setzt voraus, dass die Betroffenen vorher für eine Sache „gebrannt“ haben und nun, durch übermäßige Belastung und Stress, sich ausgebrannt fühlen. Burn-out ist als Krankheit wissenschaftlich nicht anerkannt und wird von den sich der Behandlungskostenübernahme verweigernden Krankenkassen als Problem der Lebensbewältigung bezeichnet.

Business-Development

Spielwiese der Geschäftsführung, die fast ausschließlich von Industrieschauspielern bespielt wird. Meist werden dort in Form einer Selbstbeschäftigungstherapie unter Ausschluss der Firmenöffentlichkeit fantasievolle Denkspiele absolviert.

Business-Plan

Ein Dokument mit optimistischer Darstellung schwer nachvollziehbarer Annahmen, das Investoren und Banken beruhigen soll und regelmäßig angepasst werden muss.

Business-Surfer

International anerkanntes Synonym für Industrieschauspieler.

Buzzwords

Hierunter versteht man die angesagten Schlagworte, Modeworte und Phrasen, die der Kollegen-Kreis in der jeweiligen Branche verwendet.

C

Cashflow

Aktueller Bargeldbestand nach summarischem Blick in die Kasse.

Camouflage-Funktion

Abschirmfunktion des Computer-Bildschirminhaltes vor neugierigen Blicken.

Charts

Charts sind die Präsentations-Folien, die Angestellte für ihren Chef erstellen. Ein Zusammenhang zu den Musik-Charts besteht nicht.

Chef

Intendant und Regisseur, verantwortlich für den aktuellen Spielplan.

Clean Exit

Nach Auffliegen der Deckung oder freiwilligem Verlassen der sozialen Hängematte beschreibt die Clean-Exit Strategie, wie ein Industrieschauspieler erfolgreich die Bühne verlässt.

CLMs

Abkürzung für Career Limiting Moves. Hierunter versteht man jede Aktion, die eine Karriere nachhaltig beschädigen oder beenden kann.

Cloudstrophobisch

Angst, persönlichen Daten in einer Datenwolke abzulegen.

Cock-Teaser

Gut aussehende Kollegin, die es schafft, unter Einsatz ihrer weiblichen Reize, männliche Kollegen für ihre Ziele einzusetzen, ohne ihre Opfer mit den erhofften Intimitäten zu belohnen.

Customer Service

Firmeninterne Abwehrkette gegen lästige Kunden, ausgestattet mit endlosen Telefonwarteschleifen und ständig wechselnden Ansprechpartnern.

Dresscode

Firmeninterne, inoffizielle aber konsequent gelebte Kleiderordnung, der sich Kollegen unterordnen müssen, um als gleichwertige Mitglieder des Firmenuniversums akzeptiert zu werden.

Dynamisches Mindset

Positive Zustandsbeschreibung von Kollegen mit Konzentrationsschwäche, die sich auf keine Aufgabe langfristig festlegen können und ständig nach neuen Herausforderungen suchen.

E

Etablissement

Hotelbetrieb mit emotionaler Dienstleistung, vorwiegend von männlichen Kollegen für spezielle Firmenanlässe frequentiert.

Everybodies Darling

Erfahrene Industrieschauspieler, die es geschafft haben, trotz fehlender Begabung, Fachwissen und Talent von allen Kollegen geliebt und respektiert zu werden.

F

Facility-Manager

Der Hausmeister, der sich aufgrund des Titel-Upgrades wichtiger macht, als er ist.

Fashion-Victim

Opfer von Modeverkaufspersonal oder der Empfehlung einer Modezeitschrift. Hierbei erliegt das Opfer dem Irrtum, dass die empfohlene Garderobe ihr/ihm tatsächlich steht.

Feedback

Meist ehrlich gemeinte Rückmeldung zu einem vorher festgelegten Thema.

Firmen-Server

Zentrale Daten-Ablage aller eMails und Dokumente, die ein Angestellter während seiner Firmenzugehörigkeit verfasst. Frei zugänglich für den System-Administrator, bei Anfrage auch für die Geschäftsführung.

Food-Porn

Obszönes Fotografieren und zur Schau stellen von Nahrungsmitteln.

Flurfunk

Zentrale, analoge Kommunikationsplattform, zum Austausch von Klatsch, Gerüchten und Betriebsinterna.

G

Gesetz der asynchronen Sozialkompetenz

Das Gesetz besagt, je fachwissender Mitarbeiter sind, desto größer sind ihre sozialen Mängelerscheinungen.

Glory-Hunter

Kolleginnen und Kollegen, die sich bei besonders erfolgsversprechenden Projekten und Aufgaben engagieren, und dabei versuchen, den ganzen Erfolg für sich alleine zu verbuchen.

H

Halbwertszeit

Beschreibt die Zeitspanne, nach der eine mit der Zeit kleiner werdende Größe die Hälfte des anfänglichen Wertes erreicht. Ein verwandter Begriff ist die Lebensdauer.

Head of

Englische Bezeichnung für eine Position in der Firmenhierarchie, die Verantwortung über zumindest einen weiteren Mitarbeiter oder Mitarbeiterin ausübt.

High-Flyer

Kolleginnen und Kollegen, die bei mindestens einem wichtigen Projekt bewiesen haben, dass sie was drauf haben.

Hot-Shot

Besonders engagierte Kollegen, denen aufgrund ihres Engagements großes Karrierepotential vorausgesagt wird.

I

Improvisationstheater

Aus der Theaterwelt abgeleiteter Begriff für Büroalltag.

Inner-Circle

Der geheime Zusammenschluss einflussreicher Kolleginnen und Kollegen, zu dem jeder in der Firma dazugehören will.

Instagramisierung

Sich verbreitendes Phänomen, bei dem Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Fotos von servierten Geschäftsessen erstellen und auf Instagram veröffentlichen.

Job-Hopper

Kolleginnen und Kollegen, die es nirgendwo lange aushalten und innerhalb kurzer Zeit von einem Arbeitgeber zum nächsten wechseln.

K

Kaufhaus-Effekt

Auswahlverhalten männlicher Teilnehmer bei einem Etablissement-Besuch.

Key-Player

Koleginnen und Kollegen, die im Unternehmen etwas zu sagen haben und mit denen Sie unbedingt befreundet sein sollte.

Know-How

Theoretisches Fachwissen ohne Know-Why, mit dem im Kollegen-Kreis gepunktet werden kann.

KuK

Abkürzung für „Kolleginnen und Kollegen“

L

Langsitzer

Chef-Typ, der regelmäßig bis spät nach Dienstschluss im Büro sitzt, um vermeintlich wichtige Dinge zu erledigen.

Leertischler

Kolleginnen und Kollegen, die es schaffen, ständig an einem leeren Schreibtisch zu sitzen und dadurch Ordnungs- und Organisationstalent demonstrieren.

M

Meeting

Organisierte Zusammenkunft von Kolleginnen und Kollegen an einem Ort (Meeting-Raum) mit dem Ziel, über ein vorher festgelegtes Thema in einem vorher festgelegten Zeitraum zu sprechen und im besten Fall zu einem Ergebnis zu kommen.

Meeting-DNA

Die wesentlichen Bestandteile einer Meeting-Struktur: Thema, Teilnehmende, Raum und Zeit.

Minutes

Protokoll eines Meetings.

N

Networking

NetworkingAusuferndes Besuchen von Messen, Konferenzen und Branchentreffs, meist unter Einnahme berauschender Getränke, mit dem Ziel, auf XING und LinkedIn über jeweils mindestens 1.000 Kontakte zu verfügen.

New Economy

Frühe Blütezeit der Industrieschauspieler-Epoche. Selbst unerfahrene Darstellerinnen und Darsteller gelangten zu dieser Zeit mit schauspielerischer Raffinesse auf die Chefsessel börsennotierter Unternehmen.

O

Opinion-Leader

Selbsternannte Zukunfts-Propheten und Meinungsmacher, die es ohne nachvollziehbare Gründe schaffen, die Kollegen-Herde hinter sich zu versammeln.

P

Pareto-Effizienz

Ein Zustand, benannt nach dem italienischen Ökonomen und Soziologen Vilfredo Pareto, in dem es nicht möglich ist, eine Eigenschaft zu verbessern, ohne zugleich eine andere verschlechtern zu müssen. Nach dem Pareto-Kriterium beurteilt sich, ob sich ein Zustand durch die Verbesserung eines Parameters verbessert, ohne die anderen Parameter verschlechtern zu müssen. 

Pick-up-Artist

Ein Frauenflüsterer, der durch einnehmendes Auftreten und glaubhaft vorgetragene falsche Versprechungen eine Vielzahl weiblicher Zielobjekte in die Horizontale befördern kann.

PKRS-Regel

Smalltalk-Regel, die konsequente Vermeidung der Themen Politik, Krankheit, Religion und Sex fordert.

Projektmanager

Sammelbezeichnung für Kolleginnen und Kollegen ohne erkennbare fachliche Begabung, die aber schon mal irgendwann irgendwas irgendwie organisiert haben und das jetzt hauptberuflich machen.

PST-Verbot

Verzehr-Regel beim Suppenkonsum: kein Pusten, Schlürfen oder Trinken.

R

Reality-Check

Ein Reality-Check zur Vermeidung von Gegenwartsverzerrung, bei dem die persönliche Einschätzung mit der tatsächlichen Situation im Firmenumfeld synchronisiert wird.

Reziproke Geheimnisgemeinschaft

Kolleginnen und Kollegen, die durch das exklusive Teilen von firmeninternem Sonderwissen einen verschworene Geheimbund bilden.

R-Faktor

Die Relevanz einer Meeting-Teilnahme wird über den R-Faktor ermittelt. Die Allington-Meeting-Relevanzformel ermöglicht die Ermittlung des effizienten Meeting-Ressourcen-Einsatzes.

S

Sandwichmethode

Die Kunst eine schlechte Nachricht zwischen zwei kleinen guten Nachrichten zu verpacken (+ – +).

Screen-Shot

Englischer Begriff für Bildschirmfoto. Die Abkürzung „SS“ für den englischen Begriff ist aus historischen Gründen im deutschen Sprachraum zu vermeiden.

Showdown-Meeting

Finale einer sich über Tage und Wochen aufgebauten Konfrontation zwischen Kolleginnenn und Kollegen vor der Kulisse versammelter Meeting-Teilnehmer.

Smalltalk

Die Kunst zu reden, ohne etwas zu sagen.

Socialising

Zusammenkünfte von Kolleginnen und Kollegen, die sich nichts zu sagen haben und die unangenehme Situation mit Smalltalk meistern.

Social-Media

Digital organisierte Ansammlung von Banalitäten und Peinlichkeiten, dargestellt und vermarktet auf Medienplattformen wie Facebook, Pinterest, Instagram oder Twitter.

Social-Nerds

Soziopathische KuK, unfähig am sozialen Firmenleben teilzunehmen und sich zu artikulieren.

Soft-Facts

Merkmale die keiner sachlichen Überprüfung standhalten, aber für die Beteiligten unglaublich wichtig sind.

Start-up

Organisierte Zusammenkunft von Geld und Menschen mit einer Geschäftsidee, bei der die Gründerinnen und Gründer in den ersten Monaten der Unternehmung noch versuchen, zumindest die Kostenprognose des Businessplans zu erfüllen.

T

Team-Player

Kolleginnen und Kollegen, die anderen Kolleginnen und Kollegen erfolgreich vorgaukeln, Arbeiten zu erledigen, die nicht ausschließlich ihnen zugute kommen.

Team-Work

Der Versuch, Kolleginnen und Kollegen mit unterschiedlichen Interessen zu einer Zusammenarbeit zu bewegen.

Telko

Geschäftliches Telefonat mit mehr als zwei Teilnehmenden, bei denen die meiste Zeit niemand den anderen versteht.

Time-Cop

Kolleginnen und Kollegen, die die Meeting-Teilnehmer regelmäßig an Agenda und Zeitvorgabe eines Meetings erinnern.

Tool-Kit

Buzzword für die Gesamtheit der Qualifikationen, die die am Arbeitsleben Teilnehmenden zur Arbeitsbewältigung mitbringen.

W

Win-Win-Situation

Eine Situation, bei der ein Kollege den anderen übers Ohr haut und bei der sich am Ende beide als Sieger fühlen.

Work-Life-Balance

Zustand, in dem die betroffenen Arbeitnehmer so wenig wie möglich arbeiten und über ein Maximum an Freizeit verfügen.

Workshop

Gruppendynamische Zeitverschwendung zu einem vorher festgelegten Thema.